Neubau mit Schornstein: Das ist seit 2022 wichtig

Das lodernde Feuer im Kaminofen sorgt für romantische und warme Abende in der kalten Jahreszeit. Was noch vor einigen Jahrzehnten ohne große Auflagen als primäre Wärmequelle in vielen Häusern eingebaut wurde, unterliegt heutzutage leider strengeren Richtlinien und fest vorgeschriebenen gesetzlichen Vorgaben. Denn ein Kaminofen mit Schornstein muss nicht nur dem modernen Brandschutz entsprechen, sondern auch die strengen Umweltrichtlinien einhalten.

Das vorrangige Ziel der gesetzlichen Auflagen der letzten Jahre ist vor allem, die Luft in Wohngebieten weniger stark durch Feinstaub zu belasten. Selbstverständlich ist es nach wie vor möglich und empfehlenswert, eine Holzfeuerstätte in den geplanten Neubau zu integrieren. Voraussetzung ist jedoch, durch die Änderung im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchV), die Feinstaubbelastung beim Heizen mit Holzöfen deutlich zu verringern. Bei genauerem Hinschauen werden Sie aber schnell feststellen, dass diese Regelungen für moderne und effiziente Kaminöfen, wie die KINGFIRE Modelle von Schiedel, kein Problem darstellen.

Welche Bedeutung kommt dem Schornstein zu?

In modernen Neubauten, bei denen primär über eine Wärmepumpe geheizt wird, fungiert ein moderner Schornstein als Motor des Kaminofens. Er befördert zum einen die nötige Verbrennungsluft zur Feuerstätte und führt gleichzeitig die Abgase sicher nach außen ab.

Schornstein: Das sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen

Die wichtigste Änderung durch die neuen Vorgaben der 1. BImSchV: Der Schornstein muss eine bestimmte Höhe und Positionierung aufweisen, damit die Abgase in geeigneter Weise laut den gesetzlichen Richtlinien abgeführt werden können. Die genaue Höhe und die genaue Lage des Schornsteins sind dabei die entscheidenden Kriterien, damit ein Schornstein bei Neubauten abgenommen werden kann.

So muss beispielsweise die Öffnung des Schornsteins optimalerweise am First (max. 40 cm Achsabstand), also am höchsten Punkt des Hauses, angebracht werden. Ebenfalls wichtig: Der Schornstein muss den First um mindestens 40 Zentimeter überragen. Diese Höhe soll gewährleisten, dass die Abgase möglichst hoch gelangen und nicht zur Belastung der Anwohner werden. Zudem muss die Schornsteinmündung in einem Umkreis von 15 m die Oberkante von Lüftungsöffnungen, Fenstern und Türen um 1 m überragen. Sind diese Vorgaben und die optimale Positionierung des Schornsteins am First eingehalten, ist ein Neubau mit Schornstein bei der richtigen Planung kein Problem. Klicken Sie hier, um sich detaillierte Informationsdokumente zur 1. BImSchV herunterzuladen.

Nachträglicher Einbau des Schornsteins bei einem bestehenden Neubau?

Was ist in dem Fall, dass der Neubau bereits steht, der Schornstein beim Hausbau jedoch aus Kostengründen weggelassen oder schlichtweg vergessen wurde? Keine Sorge! Wenn Sie sich als Bauherren nun doch eine Feuerstätte als zusätzliche Energiequelle schaffen möchten, gibt es auch hierfür die passenden Lösungen. Das Nachrüsten eines Schornsteins, zum Beispiel mit einem der bewährten doppelwandigen Edelstahlsysteme ICS oder KERASTAR von Schiedel, ist kein Problem. Das Vorhaben ist vor Beginn mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger abzustimmen. Er berät zur Planung, Ausführung und Position des Schornsteins. Letztere sollte – wie bereits beschrieben – möglichst nahe am First angeordnet sein, um zu große Höhen über Dach zu vermeiden.

Generell ist also zu sagen, dass ein nachträglicher Einbau eines Schornsteins natürlich möglich ist, aber mehr Aufwand und höhere Kosten bedeutet. Daher ist eine gute Planung des zu errichtenden Neubaus immer die bessere Alternative. Zudem bedeutet ein vorhandener Schornstein ebenfalls eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Schon allein durch nicht vorhersehbare Entwicklungen auf dem Energiemarkt und nicht kalkulierbare Preisentwicklungen der Energielieferanten ist die Option zu haben, mit Holz zu heizen, „Gold wert“.

Im Neubau mit Holz heizen ist immer eine gute Option!

Trotz aller neuen gesetzlichen Vorgaben ist das Heizen mit Holz – z.B. in Kombination mit einer Wärmepumpe als Primärquelle – ein Muss, wenn Sie langfristig sicher, unabhängig und flexibel sein wollen, wenn es um die Energieversorgung geht. Die weiteren Vorteile von Holz sind:

  • Holz ist eine erneuerbare Ressource, die bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid freisetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat.
  • Holz hat einen hohen Energiewert. Z.B. Eiche: Bei einer Restfeuchte von 15-20 % beträgt der Heizwert 4,2 kWh pro Kilogramm.
  • Brennholz hat im Vergleich zu anderen Energieträgern einen niedrigen Emissionsfaktor mit einem sehr niedrigen Primärenergiefaktor von 0,2.
  • Moderne Öfen und Holzfeuerstätten verschmutzen die Luft weitaus weniger als ältere Geräte.
  • Die Schiedel-Technologie steigert die Effizienz der Öfen drastisch um bis zu 95 % und reduziert gleichzeitig die Emissionen um 95 %.

Neubau eines Massivhauses mit Schornstein – Na logisch!

Einen Schornstein in das neue Massivhaus einzuplanen, hat gleich mehrere Vorteile und sollte nicht nur aufgrund von Kosten entschieden werden. Gemeinsam mit Town & Country Haus, einer unserer starken Partner, realisieren wir für Sie moderne Heizlösungen in Ihrem neuen Massivhaus. Wenn Sie mehr über Schornsteine erfahren möchten, dann schauen Sie doch mal bei dem Schornstein-Ratgeber von Town & Country Haus vorbei.