Vorhandener Schornstein: Wie komme ich jetzt zu einem gemütlichen Holzfeuer?

Ein vorhandener Schornstein ist eine optimale Voraussetzung für das Heizen mit Holzfeuer. Wir zeigen Ihnen, wie der Weg zum knisternden Kaminfeuer optimal verläuft und was es zu bedenken gilt.

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Ungenutzte Schornsteine überprüfen lassen

In Ihrem Haus befindet sich ein seit Jahren ungenutzter Kaminofen, den Sie nun gerne wieder „zum Laufen bringen“ möchten? Bevor Sie sich gemütlich vor einem romantischen Holzfeuer sitzen sehen, sollten Sie zunächst die gesamte Anlage gründlich von einem Schornsteinfeger überprüfen lassen. Er stellt den Zustand des Schornsteins und des Kamins sowie etwaige Schäden fest. Auch gut gepflegte Anlagen müssen laut Gesetzgeber regelmäßig gewartet werden. Wie oft, hängt von der Art der Heizanlage ab.

Ungereinigte Kaminöfen können Sie vor folgende Herausforderungen stellen:

  • Rußbrand (auch Schornsteinbrand genannt): Auslöser hierfür sind Hart- oder Glanzruß, die sich im Schornstein ablagern und bei einem Funkenflug zu brennen beginnen.
  • Das Holzfeuer brennt, der Kaminofen wird aber nicht warm: Dies kann an einer Verschmutzung der Abgaswege liegen, wodurch die Heizleistung beeinträchtigt wird.
  • Unangenehme Gerüche: Diese können entstehen, wenn die Rauchrohre zum Schornstein oder zum Kamin undicht sind.

Wichtig: Ihr Kaminofen ist älter und weist Schäden auf? Oder planen Sie den Einbau einer neuen Heizung? Denken Sie hierbei auch unbedingt an die Sanierung Ihres Schornsteins!

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Ein vorhandener Schornstein ist die beste Voraussetzung für ein heimeliges Holzfeuer

Vorhandener Schornstein, aber kein passender Kaminofen?

Keine Sorge, die Nachrüstung eines Kamins oder Ofens ist in den meisten Häusern kein Problem. Doch welche Ofen-Arten gibt es eigentlich und wie unterscheiden sie sich? Das haben wir hier für Sie aufbereitet:

  • Kachelofen: Ursprünglich mit Kacheln verkleidet, gibt es ihn heute auch in Materialien wie Metall oder Stein. Er ist vielseitig gestaltbar, muss allerdings von einem Ofenbauer eingemauert werden.
  • Kaminöfen: Kaminöfen kommen vormontiert und müssen nur noch an den Schornstein angeschlossen werden. Dank ihrer schnellen Wärmeverbreitung eignen sie sich perfekt zum Heizen im Herbst oder Frühjahr.
  • Offener Kamin: Er sorgt für eine besonders romantische Atmosphäre und benötigt in heutigen, sehr dichten Häusern einen künstlichen Lufteinstromkanal sowie einen eigenen Schornstein!
  • Geschlossener Kamin: Genauso viel Romantik, aber deutlich mehr Wärmeausnutzung. Zudem lassen sich geschlossene Kamine auch auf Gas umrüsten.
  • Wasserführende Kamine und Öfen: Sie kombinieren die behagliche Heizwärme eines gemütlichen Holzfeuers mit einer unabhängigen Warmwassererzeugung.
  • Systemöfen und -kamine: Diese Variante der Feuerstelle ist schnell und kostengünstig montiert. Sie können auch bei geringen Platzverhältnissen verbaut werden.

Vorhandener Schornstein plus Holzfeuer: Worauf muss ich achten?

  • Damit Verbrennungsluft zugeführt und abgeleitet werden kann, ist ein Luft-Abgas-System (LAS-System) notwendig.
  • Für ein Einfamilienhaus eignet sich optimal ein zweizügiger Schornstein mit integriertem Installationsschacht. Hierbei kann ein Abgaszug für eine Zentralheizung und der andere für einen Kaminofen verwendet werden.
  • Der Schornstein muss rußbrandbeständig sein.

 

Weiterlesen:

Warum ein Kaminofen vor allem in Übergangszeiten optimal ist, lesen Sie hier.

Raumluftunabhängiger und raumluftabhängiger Kaminofen: Das sind die Unterschiede.